Beetformen

Einen wichtigen Anteil an der Gestaltung des Grabes hat das Beet für die Wechselbepflanzung. Es bringt jahreszeitlich Farbe und Abwechslung in die Anlage und trägt mit seiner Farbigkeit sehr zur Bewältigung der Trauer bei, da es bei allem Gedenken an den Tod Leben und Freude verkörpert. Die Kombination verschiedener Farben lässt eine Unzahl verschiedener Möglichkeiten zu. Hier spielt besonders der Geschmack, aber auch das Wuchsverhalten der einzelnen Arten und Sorten eine entscheidende Rolle. Das sollte man gerade bei bunten Beeten beachten.
Wichtig: Im Frühjahr gibt es wenig Zuwachs (relativ eng pflanzen), im Sommer gibt es den meisten Zuwachs (etwas weiter pflanzen oder regelmäßig stutzen) und im Herbst gibt es keinen(!) Zuwachs - also wie gepflanzt, so bleibt es.

 

 

Je kleiner eine Grabfläche ist, desto größer ist im Verhältnis das Beet. Auf den in den neuen Bundesländern üblichen Urnengräbern (ca. 60 x 80 cm) empfiehlt sich eine komplette Bepflanzung mit Saisonpflanzen, auf Reihengräbern sollte die Wechselbepflanzung 30 - 50 % betragen, auf großen Doppelgräbern oder Familiengräbern nur noch 10 - 15 % der Gesamtfläche. Auch hier spielt die Ortsüblichkeit eine große Rolle.
Die Form des Pflanzbeetes ist sehr von Geschmack, der Ortsüblichkeit, aber auch von Gestaltungsfaktoren abhängig. Einige mögliche Grundformen möchte ich Ihnen hier vorstellen.

 

Die einfachste Grundform ist das Rechteck. Am häufigsten auf Reihengräbern angewandt, ist diese Möglichkeit die von allen am leichtesten zu planen und zu pflanzen.

 

Eine weitere Grundform, passend zu nahezu allen Grabsteinen und Gräbern, ist der Kreis. Die Pflanzung ist schon anspruchsvoller, wichtig ist hier eine saubere Ausführung insbesondere des Außenringes. Eine Wölbung der Oberfläche ("Uhrglas") lässt diese Beetform besonders wirken.

 

Eine Abänderung des Kreises ist das Oval, hier angedeutet als ineinander fließender doppelter Kreis. Derartige Beete sind besonders für große Gräber geeignet, am besten ein- oder zweifarbig angelegt.

 

Eine der vielen Gestaltungsmöglichkeiten ist die Übernahme von Formen und Symbolen des Grabsteines, wobei der hier gepflanzte Rhombus auch auf jeder anderen Länglichen Grabform durchaus gut zu verwenden ist.

 

Auch hier eine Möglichkeit der Formenübernahme vom Grabstein.

 

Ebenfalls eine sehr gelungene Form des Beetes anhand des Grabsteines.

 

Eine weitere Möglichkeit des Pflanzbeetes als freie Gestaltung. Eine derartige Anordnung lässt sich allerdings nur innerhalb eines Gesamtgestaltung durchführen.

 

Ebenfalls eine freie, geschwungene Anordnung. Derartige Beete haben eine große Wirkung, müssen sich aber gestalterisch in die Gesamtanlage einfügen.

 

Besonders bei der freien Gestaltung der Pflanzbeete kann man auch Fehler machen. Nicht jede Bepflanzung sieht in jeder Form gleich gut aus. Insbesondere bei grazilen Formen muss man den Zuwachs gerade in den Sommermonaten bedenken. Oftmals werden diese dann zu optisch unausgewogenen, nicht definierbaren Gebilden.

 

Das aus zwei Schleifen bestehende Beet ist im Hochsommer total verwachsen. Eine Möglichkeit wäre das rechtzeitige Stutzen der Begonien.

 

Hier wurde eher an der Größe gespart. Aufgrund der dunklen Farbe verschwindet das Beet vollkommen in der Rahmenbepflanzung und dem Bodendecker

 

Gut gedacht, aber aufgrund des Zuwachses zur Unkenntlichkeit geworden das übernommene Christussymbol des Grabsteines.

 

Beispiele

Die folgenden Aufnahmen zeigen Ihnen Nahaufnahmen verschiedener Bepflanzungen, nicht alles immer und überall geeignet, aber erst einmal sehr dekorativ. Einfarbige Pflanzungen aus einer Art sind natürlich immer geeignet, ebenso wie Mischungen von Farben innerhalb einer Art. Bunte Pflanzungen sin etwas schwieriger zu händeln, falls aber eine Art ausfällt, wird diese meist von anderen überwachsen. Entweder versuchen oder eine Fachmann fragen.

 

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.